Neulich ist mir etwas wirklich Dummes passiert. Wir haben ja ein neues Wasserbett, etwas ganz Schniekes, in einem schönen Design, so dass man es wirklich nicht zu verstecken braucht. So habe ich mich dafür eingesetzt, die ganze Wohnung umzumodeln und das Bett an exponierter Stelle aufzustellen, so schön ist das!

Was soll ich sagen, da habe ich mir ein neues Trikot bestellt, was in einem gut verschnürten Paket ankam. Nach kürzester Zeit war ich es leid und nahm ein altes Küchenmesser zur Hilfe, von dem ich eigentlich ausgegangen war, dass es eh nicht mehr scharf ist. Und ob, kann ich nur sagen. Wie bei dem uralten Spiel Messerstechen machte es “zirrr!”, und das Messer steckte in meinem schönen neuen Wasserbett. So schnell, wie das Wasser da heraus kam, konnte ich gar nicht gucken, es strömte geradezu!
Da stand ich also, mit dem traurigen Bett und einer Riesenpfütze. Ich hätte heulen können, vor Wut über meine eigene Schusseligkeit.
Dann habe ich meine Schwester angerufen, weil die mit einem wirklich pfiffigen Mann verheiratet ist. Der gab mir den Tipp, mir einen Bautrockner zu mieten, mit dessen Hilfe ich das doch ziemlich klamme Zimmer wieder hinbekommen habe. Denn es war nicht nur Wasser auf dem Teppich, sondern es war so eine richtige Waschküchenatmosphäre entstanden, so dass sogar die Katze keine Lust hatte, das Zimmer zu betreten.
Meine Kinder kamen zwei Tage später von der Klassenfahrt zurück. Die Maschine hatte ich in der Zwischenzeit wieder zurück gebracht, die Katze saß behaglich auf dem Bett, das nur einen klitzekleinen Riss aufwies, den ich sehr geschickt reparieren konnte. Sie meinten dann, es rieche so frisch in der Wohnung, woher das komme. Die Dramen, die sich in der Zwischenzeit ereignet hatten, habe ich  Ihnen dann nur ansatzweise erzählt. Denn es war ja nicht wirklich etwas passiert!